Passend zu meinem neuen Design gibts eine schöne Zeitreise bei Spiegel Online. Unter dem Motto “Das Band der Liebe” erzählen SPIEGEL-Redakteure ihre schönsten Kassettengeschichten. Besonders ist dabei die Foto/Artikel-Show zu erwähnen, da findet ihr die Anekdoten der Redakteure, die sehr sehr interessant, amüsant und zum Schmunzel sind!
Was sind Eure emotionalsten Erinnerungen an ein Tape?
Zwar haben verschiedene Generationen verschiedene Musikgeschmäcker aber eines verbindet alle: Die Liebe zum Tape.
Jetzt aber zu meiner Lieblingsgeschichte rund um ein Tape. Naja, eigentlich ist keine besondere Geschichte, aber jeder kennt doch sicher dieses Gefühl, das man mit einem bestimmten Tape verbindet, oder nicht?
Also, es war so: Mein 1,5 Jahre älterer Bruder hatte mich in meiner Jugend musikalisch versorgt und damit stark beeinflusst. Er hatte mich gerade erfolgreich von Metal und Hardcore (Pantera, Machine Head, Slayer, Sepultura, Biohazard,…) auf Crossover (Such a Surge, Phase V,…) gebracht, da kam er schon wieder mit etwas neuem an: Rap. Ich sog natürlich alles, was nicht nach gequirlter Popscheiße klang (das hatte ich hinter mir), in mir auf wie ein trockener Schwamm
. Wie auch immer, mir gefiel ein ganz bestimmtes Album und die rohe und unkonventionelle Art der Musik, die Power, die Schnelligkeit, der Flow und die Abwechslung dieser neunköpfigen Gruppe: Wu Tang Clan. Ich überspielte mir also das Debütalbum auf eine Kassette, allerdings ohne die Songs “C.R.E.A.M.” und “Can it all be so simple” (ich weiß, einige werden mich jetzt verteufeln). Als wir dann im Sommer in den xten Urlaub an den gleichen Ort nach Frankreich fuhren, hatte ich einen Walkman und ein paar Tapes dabei. Aber eigentlich hörte ich eben nur dieses eine Tape:
Wie könnte es anders sein, Wu Tang Clan – Enter the 36 Chambers ist MEIN Tape (gehört ja auch zu meinen Top10 Rapalben)! Warum ich die Beschriftung auf der B-Seite gemacht habe, ist mir heute noch ein Rätsel… Hier gehts übrigens zu meinem Sample-Special Wu Tang Clan – 36 Chambers.
Ich hätte hier auch noch andere Tapes nennen können z.B. das Dynamite Deluxe Demo Tape (inkl. Pures Gift) oder das 50 MCs Tape, das ich mal im Cafe Central in Weinheim gekauft habe und deshalb von meinen Kumpels belächelt wurde. Heute hat das definitiv Kultstatus!
Aber es gibt tatsächlich noch ein zweites Tape, das einen ganz besonderen Status bei mir hat. Als ich mit meinem damaligen besten Kumpel Lukas Lehmann (wir sind heute noch befreundet) und meinem Bruder um das Jahr 1990 herum zusammen Musik “produzierten”, indem wir auf Blechdosen rumtrommelten und versuchten zu beatboxen (im Alter von 8-10), während mein Kumpel sein Gesangstalent unter Beweis stellte (siehe Kernfusion bei mp3.de, da gibts auch nen Remix von mir). Das Besondere an den Aufnahmen auf dem Tape ist, das der Vater meines Kumpels im Hintergrund das gesamte Büro umbaute (dort nahmen wir auf) und so sind fast mehr Bohrmaschinen- und andere Handwerker-Sounds zu hören als unsere Musik. Egal, “Der Mann, der alles kann” und andere Tophits von Milli Tarilli wurden damals von uns aufgenommen und warten seitdem auf ein Major Label
. Wobei, Herr Lehmann hat tatsächlich eine kurze Aufnahme mit holländischen Akzent als Intro für einen seiner Songs verwendet (“Und nuna, eine weitere fantastiste Musik…”).
Das Tape liegt jedenfalls bei mir sicher in der Geldkassette und eines Tages werde ich es mal wieder herauskramen und in die Anlage schmeißen (ob ich das meinen Kinder später mal vorspiele bezweifle ich).
Fazit: Das Tape mag alt sein. Doch in unseren Erinnerungen ist es noch immer quicklebendig. Auch heute noch werfe ich ab und eines meiner eigen zusammenstellten Tapes in mein Doppelkassettedeck, mit dem ich bereits vor 15 Jahren CDs auf Tape überspielt habe.
Was sind Eure schönsten, bewegensten und emotionalsten Erinnerungen an ein Tape?
Update: Rapspot erzählt die Geschichte des Mixtapes und beatwortet die Frage “wie viel Kunst steckt in einem Mixtape”!





[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von HipHopArena, shop4iphones erwähnt. shop4iphones sagte: Für alle Rapfans: Das Tape: Ein Band der Liebe http://bit.ly/7AvSxG [...]
Eine liebeserklärung an die gute alte Kassette, großartig. Ich habe Jahre versucht die perfekte Kassette aufzunehmen. Und die A Seite fing immer mit “Rebel without a Pause” an. Leider bin ich dann immer bei der B Seite gescheitert, eine Tatsache die mir heute noch schwer zu schaffen macht. Irgendwann einmal werde ich das nochmal in Angriff nehmen.
[Antwort]
Ja, DAS perfekte Tape, wer wollte das nicht schon alles aufnehmen
[Antwort]
[...] ich in der HipHopArena eine Liebeserklärung an das gute alte Tape geschrieben habe, dachte ich mir, dass es doch bestimmt auch diverse Apps und/oder Zubehör für [...]
[...] 3. February 2010 B.I.G “One more Chance” vs. Ashanti “Foolish” Posted by livia under Music | Tags: Ashanti, B.I.G., Biggy, Foolish, One more Chance, The Notorious B.I.G. | Leave a Comment Letztens habe ich mir mal wieder ein paar meiner alten Tapes angehört (mit diesen verbindet ja jeder Tape-Liebhaber so seine ganz eigene Geschichte)… [...]
I was trying to get the RSS Feed for your blog but it is not showing up in Google Chrome. Any ideas?
[Antwort]
jaymgee Antwort vom Februar 13th, 2010 11:54 CET:
Just try again:
http://feeds2.feedburner.com/hiphoparena
Greetz
JMG
[Antwort]
[...] Oder seid ihr ein “Vinyl-Junkie” oder ein Tape-Liebhaber (soll es ja auch hier in der HipHopArena geben). Auch Malcolm McLaren spricht heute noch auf Shirts: “All that scratching is making me [...]