Auch wenn die Reime oftmals sehr einfach und teilweise leicht vorhersehbar waren, versprüht(e) Biz Markie eine derart ansteckende Fröhlichkeit und Freude, dass es heute noch Spass macht, seine Musik zu hören. Außerdem zählt er zu den besten Beatboxern weltweit (auch heute noch).
Ich habe beim Stöbern im Googlenet… ähh Internet eine sehr umfangreiche Beschreibung der Entwicklung von Rap und Hiphop in Amerika gefunden. Beginndend mit der Veröffentlichung von James Browns Album (The Big Payback) und den ersten Block-Partys veranstaltet von DJ Kool Herc im Jahre 1970 werden alle Meilensteine des Raps/Hiphops im ersten Teil der Timeline (1970-1989) aufgezählt.
Im zweiten Teil der Timeline (1990-1999) wird dann die weitere (auch kommerzielle) Entwicklung betrachtet, der dritte Teil der Timeline (2000-2003) reicht bis zum Jahr 2003.
Sehr empfehlenswerts für alle, die die Entwicklung des Hiphops bisher nicht oder nicht so genau kannten oder einfach nochmal nachlesen möchten!
Fast genau ein Jahr vor dem Tod von Big Pun starb ein anderer großer Rapper: Big L!
Am 15. Februar 1999 wurde Big L (bürgerlicher Name: Lamont Coleman) auf der 139th Street in Harlem erschossen, ihn trafen neun Schüsse in die Brust und ins Gesicht. Der Anschlag sollte eigentlich seinem großen Bruder Big Lee gelten (Quelle: Wikipedia: Big L).
Big L dürfte vielen von der legendären D.I.T.C.-Crew bekannt sein, deren Mitglied er war.
Wenn nicht, empfehle ich Euch ganz dringend, das nachzuholen:
Da mein Webspace-Hoster keinen RSS-Feed unterstützt bzw. zulässt (ganz schwach eigentlich, hab aber momentan keine Zeit zu wechseln), habe ich mit Hilfe von RSSxl Beta und Feedburner.com einen eigenen erstellt:
Am 07. Februar 2000 verstarb Christopher Rios, besser bekannt als Big Punisher (Big Pun). Als Tribute an ihn und seine Musik hab ich eine kleine Video-Playlist zusammengestellt:
Discography:
1999: Capital Punishment
2000: Yeeeah Baby
2001: Endangered Species
2007: The Nicest
Auch wenn Big Pun nicht zu der „goldenen“ Zeit (ca. 85-96) gewirkt hat bzw. zu dieser Zeit nicht seine besten Alben/Songs/Features hatte, kann man ihn dennoch zur goldenen Rapgeneration zählen. Nicht nur, weil er bereits 1989 mit dem Rappen begann, sondern ganz einfach aufgrund seines Styles und seiner Skills zu rappen.
Wer mehr über Big Pun, sein Leben und seine Musik erfahren möchte, dem empfehle ich folgende Biographien: Allmusic.com: Big Pun (english)
In der Rubrik „Sample-Special“ möchte ich die Vorlagen für die besten Rapsongs aller Zeiten aufspüren und präsentieren. Den Anfang mache ich heute mit dem Klassiker „Ill street blues“ von Kool G Rap & DJ Polo.
Wer sich schon immer mal gefragt hat, woher die Klaviermelodie dieses Rapklassikers stammt, bekommt hier die Antwort: Es handelt sich bei dem Original um den Song „Get Out Of My Life Woman“ von Joe Williams aus dem Jahre 1966.
Ich stieß mehr aus Zufall auf diesen Song, denn ich hörte bei einem Kollegen den Song von Jamie Cullum – Get Your Way und wußte sofort, den Loop kenne ich doch! Eine kurze Recherche später hatte ich dann das Original gefunden…
Aber hört doch selbst mal rein, hier das Original „Get Out of My Life“ von Joe Williams and The Jazz Orchestra:
https://youtu.be/tpBdOmm35Sw
Das ist aber noch längst nicht alles, auch andere Künstler haben sich bei diesem Track bedient, z.B.:
Big Daddy Kane’s – Very Special
Biz Markie’s – Funk is Back
Double XX Posse’s – Ruffneck
Doug E Fresh’s – Bounce
Funkdoobiest – I’m shittin on em
Jill Scott – Brotha
Main Source’s – How My Man Went Down in the Game
Pete Nice’s – Outta My Way Baby
Queen Latifah’s – Latifah’s Had it up 2 Here
Shabazz the Disciple’s – Party with a Tec
Skoolbeats’s – Outta My Way
Ultramagnetic MC’s – Woman Be Out
Jamie Cullum – Get Your Way
Bleibt die Frage, was ist besser, Original oder „Kopie“?
Ich denke, auch wenn Kool G Rap und DJ Polo den Großteil ihres Beats nicht selbst kreiert haben, haben sie mit „Ill street blues“ einen neuen Groove erzeugt, der für sich steht und sich nicht verstecken muss!
So, da ich in letzter Zeit einige neue Tracks zur Video-Playlist hinzugefügt habe, gibt es an dieser Stelle ein kleines Update.
Diese sechs Videos habe ich an den Anfang der Liste gestellt:
Young MC – Bust A Move
Eazy-E – Down 2 Tha Last Roach
Masta Ace Inc – Sittin On Chrome
K-Solo – Fugitive
Def Jef – Voice Of A New Generation
Ultramagnetic M.C’s – Ego Trippin
Welcher MC von heute kann sich mit Kool Keiths Rap auf „Ego tripping“ messen lassen? Wohl kaum einer…
Insgesamt umfasst die Playlist mittlerweile 104 Videos!
Zu Besuch beim Soul Brother Pete Rock höchstpersönlich: über seine Anfänge als Produzent, seine Lieblingsplatten…
[youtube PnTsEiytLPs]
Hier ein weiteres Video, dass die Herkunft des meistbenutzten Drum-Breaks (bzw. Drum-Loops) und seine Verwendung schildert.
World’s most important 6-sec drum loop:
Wo kann man heutzutage noch die gute alte Musik von damals hören? Im normalen Radio läuft nur der Charteinheitsbrei, im Fernsehen nur selten überhaupt ein Musikvideo. Dank Last.fm kann man sich mittlerweile seinen eigenen Radiosender „basteln“. Dieser hier spielt alle Songs, die mit dem Tag „golden age“ versehen sind: Golden Age Rap Radio. Das bedeutet: 24/7 Golden Age Rap! Damit man jederzeit den Link für das Radio wiederfindet, habe ich diesen rechts in die Linkliste aufgenommen.
Ein anderes gutes Internet-Radio ist WeFunkRadio aus Kanada (höre ich sonst immer 😉 ). Professor Groove und DJ Static spielen einmal pro Woche live das beste aus Funk, Underground und anderen Grooves. Ansonsten werden alte Shows wiederholt, dennoch lohnt es sich reinzuhören!
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