Rest in Peace, Charizma

Den wenigsten ist Charizma sicher ein ein Begriff, ein Grund mehr, über ihn zu schreiben. Er gehört zu der Gruppe der erschossenen Rapper, von denen es in den USA ja einige gibt…

Hört euch einfach diesen Song an und leitet ihn an alle Rapfans weiter, die ihr kennt:

Charizma und Peanut Butter Wolf – Red light, green light

Charizma & Peanut Butter Wolf – Red Light, Green Light

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Mehr zu Charizma erfahrt ihr in meinem Beitrag vom vorletztden Jahr.

Rest in Peace, Charizma!

Rest in Peace: Charizma

Rest in peace: CharizmaCharizma war sicherlich nicht der bekannteste Rapper seiner Zeit, dennoch machte er bereits früh seine ersten Schritte als Rapper. Seinen eigenen Angaben zufolge fing er mit 13 Jahren an, sich im Rappen zu üben und nannte sich anfangs “Charly C”. Eines seiner Vorbilder war Special Ed, wie man in diesem wunderschönen Radiomittschnitt von 1992 mit Charizma und Peanut Butter Wolf hören kann. Auch wenn die Aufnahmequalität nicht immer überzeugt, kann Charizma mit einigen Aussagen punkten. „Rest in Peace: Charizma“ weiterlesen

Bericht über Stones Throw im Spiegel

Sensationell, was ich da so bei Spiegel Online so über Peanut Butter Wolf und sein Label Stones Throw lese:

1989 war der junge weiße Vorort-Nerd aus San Jose mit Partner Charizma erstmals als HipHop-Produzent in die Öffentlichkeit getreten. Vorher hatte er daheim schon jahrelang primitive Mixtapes geschnitten. Nun kam er bei der Plattenfirma von Organized Konfusion und DJ Shadow unter, teilte mit Stars wie House Of Pain, Nas und The Pharcyde die Bühne und durfte Kool Keith produzieren. 1996 sah der zum Peanut Butter Wolf – der Namen stammt aus einem Kinder-Comic – umgetaufte HipHop-Enthusiast viele der Qualitäten, wegen denen er die Musik einst geliebt hatte, den Bach runtergehen: HipHop war Pop geworden. Und anstelle von Experimentierfreude regierte das Auswalzen Chart-erprobter Beats.
Also gründete Manak das Label Stones Throw: Seinen Acts wie Lootpack, Quasimoto, Dudley Perkins oder J Dilla stellte er einen künstlerischen Freibrief aus. „Ich sammle missratene Musiker“, scherzte er mal. Doch viele Querschläger profitierten von seinem enzyklopädischen HipHop-Wissen und seiner Gier nach Originalität, und stiegen wie J Dilla gar in den Olymp der meist-geschätzten und kopierten HipHop-Produzenten auf.
Bis heute liefern die Nonkonformisten von Stones Throw die aufregendsten Alternativ-Modelle zum Mainstream schwarzer Musik: Madlib etwa mit seinen „Beat Konducta“-Alben. Hier kollidieren musikalische Welten von Bollywood bis karibischer Funk, schafft der Vinyl-Junkie selbst wieder neue Sample-Vorlagen für den HipHop der Zukunft – und das ganz ohne Computer. „Das wäre mir zu einfach“, erklärte Produzent Madlib in einem der seltenen Interviews mit ihm, „mit Computer kann jeder wie jeder andere klingen. Ich benutze ja auch grundsätzlich kein Internet: Wer mit mir kommunizieren will, muss mir schon in die Augen schauen“.

Quelle: Spiegel Online
Passend dazu habe ich direkt nochmal mein Lieblingssong von Charizma & Peanut Butter Wolf eingestellt: Charizma & Peanut Butter Wolf – Red light, green light